Letzte Nacht habe ich das Buch “Szenen aus dem Herzen; Unser Leben für das Klima” von Greta & Svante Thunberg und Beata & Melena Ernman gelesen.

Was macht ihr gerade? Wo bist du gerade? Wie bist du dort hingekommen? 

Niemand bleibt verschont. Nicht vor Greta, aber noch viel wichtiger, vor der Klimakrise. Den Klimawandel gibt es gar nicht mehr, denn schon sehr bald wird es nicht mehr möglich sein noch irgendetwas zu wenden und wandeln. Eine 180° Drehung ist das was wir brauchen.

Wir, die Menschheit. Wir, Natur. Wir, Planet Erde. 

Wer kennt das denn nicht?

In dem Buch „Geschichten aus dem Herzen“, geschrieben von Gretas Familie, wird eine Szene skizziert, in welcher Greta in der Schule einen Film über den Klimawandel sieht. Sie ist bestürzt, weint… und auch die anderen Kinder können nicht glauben was sie da sehen. 

Das ist eines der Probleme: Es wirkt so unwirklich, so falsch, so unfassbar. Dabei ist die Klimakrise eine Folge unseres Verhaltens, als Menschheit bzw. dem Verhalten von einigen Menschen mit sehr viel Macht. Die Auswirkungen unserer Gesellschaftsstrukturen ist dann die Klimakrise, das größte aller Probleme. Wir können aber auch an uns selbst und in unserer direkten Umgebung die Auswirkungen spüren. Sie äußern sich in Unausgeglichenheit, Vereinsamung, Depressionen, Burn-Outs und vielem, vielem mehr, was wir gerne als Volkskrankheiten bezeichnen. Das Problem ist, dass das fast schon wieder normal ist. Es geschieht leichter, dass man sich als Betroffene/r schämt, als das erkannt wird, dass man nicht direkt selbst daran schuld ist. 

Zurück zu Greta. Den Film fanden alle Kinder in ihrer Klasse schlimm, doch als er vorbei war wurde recht schnell auch wieder über andere, lustigere Themen gesprochen. Auf einmal war der Klimawandel nicht mehr so dringlich. 

Dieses Gefühl, zu erkennen, dass etwas ganz grundlegend falsch läuft… dieses Gefühl hatten wir doch alle schon einmal. Richtig? 

Doch dann kommt irgendjemand und sagt: „Jetzt sei nicht so depat, beschäftig dich mit was Gscheitem. Die Welt ist halt so wie sie ist.“

Auch bei Greta Thunberg hat es noch etwas Zeit gebraucht bist sie Rechenschaft von Politkern forderte und so viel Gehör für die Klimakrise schuf. 

Gretas Familie hat es sicherlich nicht leicht gehabt, denn mit Kindern mit der Diagnose Autismus ist es oft schwierig. Auch die Umgebung kann oft nicht so gut damit umgehen, oder will es nicht.

Diese Familie schafft es jedoch weiter zu machen. Ohne ihre Situation bewerten zu wollen finde ich es einfach großartig, dass sie stetig an sich arbeiten und es schaffen wollen. Beim lesen des Buches konnte ich trotz anderer Umstände viele Parallelen auch zu Situationen aus meinem Leben ziehen und erkennen, dass Familien einfach auch ihre Schwierigkeiten mit sich bringen. 

An einem Strang ziehen

Was Gretas Familie kann, ist zusammenhalten. Jedes Familienmitglied hat die Klima-Situation erkannt und eigene Konsequenzen draus gezogen. Nacheinander hörten sie z.B. auf zu Fliegen und Gretas Mutter schrieb eine Zeit lang sogar eine Kolumne über das Thema. 

Es ist allerdings sehr wohl so, dass es auch bei ihnen keinen Deut einfacher ist als bei jedem/jeder von uns. Auch in ihrem Buch schreiben sie über Situationen, die ausweglos erschienen und in denen sie erkannten, dass kleine Maßnahmen, so hi und da, einfach nicht reichen. 

Es ist kein Wandel, sondern eine Krise

Wir befinden uns in einer Klimakrise und es braucht einen großen und schnellen Wandel von uns Menschen, um uns noch eine Chance zu geben. 

Zu dem was z.B. Eltern gerne sagen: „Ihr Kinder, ihr jungen Leute, ihr werdet das nun schon regeln und wieder hinbiegen“, sagt Greta im Buch: 

„Ihr habt eine Gesellschaft erschaffen, in der einzig soziale Kompetenz, gutes Aussehen und Geld den Ton angeben. Wenn ihr also wollt, dass wir die Welt retten, müsst ihr zuerst einige Dinge ändern. Denn so wie es jetzt ist, gehen alle, die ein bisschen anders denken und die Idee haben, auf andere nicht kommen, früher oder später kaputt.“ 
Greta Thunberg, Szenen aus dem Herzen

Am Freitag den 31. Mai 2019 ist der nächste Klimastreik. Es gibt sicherlich einige Gründe nicht hin zu gehen. Jedoch gibt es auch mindestens zwei Gründe am Freitag auf jeden Fall dabei zu sein: 

  • Es ist verdammt noch einmal extrem wichtig
  • Greta Thunberg wird mitgehen

“The power belongs to the people”

Wem die Klimakrise noch zu komplex und heikel wirkt, sich noch nicht ganz in das Thema reingefühlt hat oder sich nicht gerne damit beschäftigen will… ab einem gewissen Zeitpunkt, am besten jetzt, wirst du das tun müssen, auch dir zu liebe.

Allerdings ist es auch wichtig diesen Menschen zu sehen, der es geschafft hat einen Weg zu finden sich für ein wichtiges Thema einzusetzen und trausende von Menschen mitzuziehen. Es ist wichtig, weil wir anfangen müssen an uns selbst und an die Menschheit zu glauben. Oft wirkt etwas für uns zu unrealistisch oder zu weit weg um tatsächlich etwas zu bewirken… Greta Thunberg zeigt, dass es jedem/jeder von uns möglich ist ein Zeichen zu setzten und einen Wandel zu bewirken.
Sie ist eine Hoffnungsträgerin, eine Inspiration und Motivation!

Bis Freitag  🙂

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